Repertoire

Besuch bei Katt und Fredda (Ingeborg von Zadow)
Die Freundinnen Katt und Fredda machen Kunst. Sie spielen Commedia dell‘ arte für Mittelalter-Märkte u.Ä.
Endlich haben sie einen Probenraum gefunden. Alles ist perfekt.
Da kommt Besuch: Miranda.  Miranda ist anders. Miranda ist das Fremde, das Freddas Ordnung durcheinander bringt. Sie macht auch Anderes. Schlager statt  Mittelalter. Völlig unpassend. Von der aufgeschlossenen Katt willkommen geheißen, lehnt Fredda den Eindringling ab.
Doch Miranda ist schlau. Sie schmeichelt Freddas Eitelkeit und so gelingt es ihr, sie zu korrumpieren. Warum nicht mal etwas anderes machen? Die Zuwendung Freddas zu Miranda weckt Katts Eifersucht. Miranda treibt einen Keil zwischen die beiden. Schließlich steigert sie die Aggression und versucht Katt zu verdrängen und ihren Platz einzunehmen.
Ingeborg von Zadow hat mit „Besuch bei Katt und Fredda“ eigentlich ein Kinderstück um Freundschaft geschrieben. Das Ensemble Folgenschwerer Leichtsinn spielt das Stück aber auch für Erwachsene als leichte Beziehungskomödie von Neugierde und Ordnungssinn, Eifersucht und Leidenschaft, Korruption und Eitelkeit.
Dauer: ca. 70 Minuten
Aufführungsrechte Verlag der Autoren, Frankfurt am Main
 

Margarete Folgenschwer oder die Gretchenwette (Thomas Stumpp)
Margarete hat von Männern, Beziehung und Sexualität keine Ahnung.
Die bigotte Erziehung ihrer Mutter lässt ihr keinen Raum ihr Frau-Sein zu entwickeln und auszuprobieren. Doch die Triebe schlafen nicht und so ist da noch Marthe, die aufgeschlossene Nachbarin, die dem kleinen unerfahrenen Mädchen so allerlei Tipps und Anstöße gibt.
Und dann taucht er auf: Gretchens erster Liebhaber – Faust, der Professor. Tief in der Midlife-Crisis und ebenfalls sehnsüchtig nach körperlichem Kontakt zu einem weiblichen Wesen… Gretchen macht erste Erfahrungen und Mephisto freut sich. Der Teufel versteckt sich in der Gestalt der Marthe und führt einiges im Schilde. Was zuerst positiv erscheint und Gretchen ermöglicht, endlich ihre Sexualität zu entdecken, endet darin, dass hinter Marthes Verführungskünsten knallharte Geschäftsideen stecken.
Zu dem kommt, dass dem Mädchen noch einige Informationen in Sachen Verhütung fehlen: Sie wird schwanger. Sie selbst freut sich sehr über das kommende Baby, nicht jedoch Faust und schon gar nicht Marthe. 
Goethes Faust konzentriert auf die Gretchen-Tragödie, welches das Theaterensemble „Folgenschwerer Leichtsinn“ zwar mit viel Humor und Leichtigkeit aber auch der nötigen Intensität, Aktualität, Ernsthaftigkeit und psychologischem Spürsinn hinterfragt.
Was ist überhaupt Beziehung? Wie lernt man einen Mann kennen und wie wichtig ist Sex? Liebe oder Triebe? Wie beeinflusst uns der Kommerz und was zählt wirklich? Was passiert, wenn Frau schwanger wird? Ist der Teufel immer böse und Gott immer gut? Was erwartet die Gesellschaft von werdenden Eltern?

Dauer: ca. 75 Minuten